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Die Post auf Abwegen: Mit Palmöl den Wald vernichten

Die 10 Lkw der Deutschen Post DHL sollen innerhalb von drei Jahren etwa 700.000 Liter hydriertes Palmöl verbrennen. 2.000 Tonnen CO2-Emissionen will DHL dadurch einsparen. Der Denkfehler dabei: Für den Anbau von Palmöl werden die Regen- und Torfwälder in Indonesien und Malaysia abgeholzt, in Brand gesteckt und Ölpalm-Monokulturen gepflanzt. Bereits ein einzelner Hektar gerodeter Torfregenwald setzt weit mehr CO2 frei, als DHL in drei Jahren einzusparen plant. Für die von DHL benötigte Palmölmenge bedarf es mindestens 160 Hektar Anbaufläche.

Nachfolgend haben wir fünf wichtige Argumente gegen den Einsatz von Palmöl sowie Stimmen von den Menschen in Indonesien zusammengestellt:

1. Allein in Indonesien fielen zwischen 1990 und 2005 insgesamt 28 Millionen Hektar Wald vor allem der Holz- und Palmölindustrie zum Opfer. Jeder einzelne Hektar Torf-Regenwald, der den Ölpalmplantagen weichen muss, setzt bis zu 3.452 Tonnen des Treibhausgases CO2 frei.

2. Aufgrund der Regenwaldzerstörung ist Indonesien zum weltweit drittgrößten Klimaanheizer aufgesteigen. Geschätzte 2 Milliarden Tonnen CO2 setzt das Land jedes Jahr frei, das entspricht dem Ausstoß in Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden zusammen.

3. Der Regenwald ist die Heimat und Lebensquelle der Ureinwohner wie der Penan und Dayak. Die Ölpalmplantagen zerstören die Kultur und die Lebensgrundlagen der Menschen.

4. Pflanzenöle und andere Nahrungsmittel gehören auf den Teller und nicht in den Tank. Der Agrospritboom ist einer der Hauptverursacher des Anstiegs der Nahrungsmittelpreise und hat weltweit den Hunger verschärft. Bereits mehr als eine Milliarde Menschen hungern.

5. Der Regenwald ist der Lebensraum einer ungeheuren Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten. Viele Arten wie Orang Utans, Nashorn und Sumatra-Tiger sind durch die Regenwaldrodung vom Aussterben bedroht.

Das sagen die Menschen in Indonesien zu den Palmölexporten:

"Stoppt euren Palmölverbrauch. Palmöl macht euch glücklich, aber wir kämpfen dagegen mit unserem Blut. Es zerstört unsere Lebensgrundlage. In den Plantagen haben die Konzern-Manager große Häuser und große Autos, wir haben hier nichts. Es gibt keine Gerechtigkeit in diesem Geschäft, wir leben wie die Sklaven, während die Konzern-Manager wie Könige leben." Guntur Gregorius, Dorfchef in Tanah Putih, Zentralkalimantan

"Der Wald und das Wasser sind unsere Lebensgrundlage. Helft uns, sie zu erhalten." Nordin, Chef der Organisation 'Save our Borneo', Palangkaraya, Zentralkalimantan

"Das ganze indonesische Volk ist nicht einverstanden mit euren Biodiesel-Wünschen. Wir haben hier einfach keinen Platz mehr. Wir brauchen unser Land, um unsere Ernährung zu sichern. Dieser Biodiesel bringt uns um. Es geht um unser Essen, um unser Trinkwasser. Baut euer Pflanzenöl selbst an!" Somat, Bauer in Karang Mendapo, Sumatra

"Palmöl ist das einzige Fett, das wir zum Braten und Kochen haben. Alles wird jetzt exportiert, und wir haben nicht genug, und es ist jetzt doppelt so teuer. Man muss doch erstmal an die Ernährung unseres Volkes denken. Hört auf zu exportieren!" Ein Arbeiter im Palmölexporthafen Dumai/Sumatra appelliert an seine eigene Regierung

Nicht nur das Klima nimmt durch das DHL-Projekt massiven Schaden, auch die Artenvielfalt wird zerstört genauso wie die Lebensweise der Ureinwohner im Regenwald. Wir möchten deshalb alle Freundinnen und Freunde des Regenwaldes bitten, eine persönliche Nachricht an Herrn Dr. Appel zu verfassen. Schicken Sie ihm eine E-mail, ein Fax oder einen Brief. Sie können Ihren Brief auch in einer Postfiliale abgeben. Bitten Sie um die sofortige Beendigung des schädlichen Pilotversuchs mit Palmöl und den Stopp der Regenwald-Vernichtung durch die Deutsche Post DHL.


Quelle: Weitere Informationen und Adressen bei: Rettet den Regenwald e.V.

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Sonntag, den 25.10.09 |

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