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Son Alegre - die Weinempfehlung aus Mallorca

Das Mittelmeer ist bekanntlich die Wiege des Weinanbaus. Schon die Römer schätzten den Genuss eines guten Weins. Das trifft auch auf Mallorca zu, welches eine lange Tradition des Weinanbaus kennt, der aber in der Geschichte immer wieder unterbrochen wurde. Auf der letzten BioFach in Nürnberg haben wir dazu spannende Geschichten hören und dann später exquisite Weine degustieren dürfen. Wir haben sie jetzt in unser Sortiment aufgenommen.

Heute erinnern wir uns gerne an Urlaube am Strand mit dem Licht des Mittelmeers, welches schon Albert Camus abgefeiert hat und an die einzigartige Atmosphäre in einer spanischen Bodega, einer italienischen Trattoria oder einem französischen Bistro. Im Herbst versuchen wir dann die kulinarischen Genüsse nach zu zaubern und dazu einen passenden Wein zu finden. Das gelingt nicht immer, aber immer öfter.


Wo liegen die zentralen Herausforderungen beim Thema Wein? Es ist erstens die Vielzahl der Angebote. Wir haben die Qual der Wahl zwischen edlen roten Sorten wie Syrah, Grenache, Primitivo oder Rioja. Vielleicht darf es auch ein spritziger junger Weißer, wie Chasselas, der bei mir im badischen Markgräflerland als Gutedel bekannt ist, sein. Oder wählen wir den Pop-Star der Weißweine: einen Chardonnay. Einige Winzer bieten auch harmonische Cuvées an. Die Liste lässt sich fast endlos verlängern. Es kommt natürlich auch darauf an welche kulinarischen Köstlichkeiten neben den Gläsern auf den Tellern liegen.

Zudem ist eine Vielzahl von Labels im biologischen Anbau auf dem Markt. Dabei gibt es verschiedenste Richtlinien. Der kleinste gemeinsame Nenner betrifft das Verbot von chemisch synthetischen Pestiziden und Kunstdünger.


Zentral ist aber auch die Überwindung von Monokulturen, die in vielen Weinbaugebieten noch prägend ist. Es geht um einen nachhaltigen biologischen Anbau. Weinflächen sind eine Dauerkultur. Reben sind auf Jahrzehnte hinaus auf der gleichen Fläche präsent. Eine Fruchtfolge, wie bei anderen Agrarkulturen gibt es nicht. Daher gilt es Ökosysteme zu schaffen, die auf der Weinfläche aber auch daneben eine vielfältigere Begrünung ermöglichen. So bildet sich Humus, die Böden leben und werden lockerer und die Artenvielfalt erholt sich. Auch die natürliche Widerstandsfähigkeit nimmt zu. Das passiert nicht von heute auf morgen, ist aber als Prozess bei immer mehr Winzern erkennbar.


Wir von amorebio sind immer auf der Suche nach spannenden Winzern, die zu unserer Philosophie und Genussprodukten passen. Hier stellen wir eine junge Partnerschaft mit Winzern aus Mallorca vor.

Mallorca, ist das nicht Ballermann mit Jürgen Drews? Nein, es gibt zum Glück auch ein anderes Mallorca.

Das Weingut Son Alegre ist ein junges Weingut aus Santanyí auf Mallorca. Die Verantwortlichen setzen ausschließlich auf Bio-Wein. Die Trauben werden nach vorwiegend biodynamischen Grundsätzen angebaut. Hier gilt es die Eigenheiten des Bodens und der Landschaft zu schätzen. Es geht um den Respekt gegenüber dem Mikroklima, den Vögeln, den Insekten, den Bäumen und den wilden Blumen. Das führt auch zu besseren Ergebnissen bei den Weinen.


Die Traubensorten spannen den Bogen von El Perditero (schwarze Traube),
Merlot, über Chardonnay bis hin zu Malvasia. Sie gedeihen auf einem Boden der eisenhaltig ist. Das Rebland ist 13 Kilometer vom Meer Richtung Süden entfernt. In Richtung Westen sind es sieben Kilometer. Der Temperaturaustausch zwischen Tag und Nacht tut den Reben gut. Zudem kommt der Wind vom Meer. Der Wind ist in den Weinen erlebbar.

Es gibt aber noch weitere Gründe warum amorebio auf Weine von Son Alegre setzt. Unsere Partner unterlassen es, sobald der Rebstock gepflanzt ist, die Weinfelder mit schweren Maschinen zu pflügen. Da der Boden nicht gepflügt wird, ist es gelegentlich notwendig, die Reben zu bewässern. Die Winzer haben eine historische Wasserquelle auf ihrer Finca - auf der übrigens auch Olivenbäume stehen - und fördern Wasser mit Sonnenkollektoren aus einem Brunnen. Dadurch wird die Verbrennung fossiler Brennstoffe vermieden und der damit verbundene Ausstoß von Kohlendioxid.


Die Macher kauften Son Alegre 2002 von einem deutschen Besitzer auf, der dort eine Wohnanlage mit 20 Einfamilienhäusern schaffen wollte, was bei den Behörden nicht gut ankam. Zum Glück, kann man aus heutiger Sicht sagen. Davor gab es auf der Finca eine Mandelplantage und in den 20 Jahren vorher wurde auf Son Alegre Milchvieh- und Schafzucht betrieben. 2004 wurden neue Weinfelder angepflanzt und seit 2008 produzieren die Verantwortlichen ihre ersten Weine, die ab 2010 verkauft wurden. Der Son Alegre Wein ist der erste Wein aus dem Gebiet um Santanyí in über einhundert Jahren.

Zum Wohle!


Georg Lutz ist Politologe und Redaktor und lebt zwischen zwei Weinregionen - dem Kaiserstuhl und dem Markgräfler Land.


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Freitag, den 28.09.18 |

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