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Den falschen Weg der Gentechnik stoppen

Für die Befürworter der Gentechnologie ist der Zeitpfeil des Fortschritts schon lange vom Bogen geschnellt und bewegt sich teleologisch voran. Reflektion oder eine grundsätzliche Folgeabschätzung stehen nicht auf der Agenda. Für -Sie ist die Gentechnologie mittlerweile Routine geworden, die immer mehr Möglichkeiten bietet. Krankheiten können geheilt werden und der Hunger wird von diesem Planeten verschwinden. Die Versprechungen liegen in der obersten Etage. Die Moderne mit Ihren Versprechungen lebt hier völlig ungebrochen weiter.

Am Beispiel der Landwirtschaft lassen sich die Versprechungen konkretisieren. Neue Pflanzensorten sind immun gegen Schädlinge und Infektionen und gedeihen unter widrigen Bedingungen wie Kälte oder Trockenheit. Früher mussten Züchter mühsam über Jahre Pflanzen kreuzen und mendeln. Heute können gezielt einzelne Gene im Erbgut der Pflanze verändert werden.

In den USA, aber auch Brasilien, Argentinien und Indien sind Genpflanzen bei Soja, -Mais und -Baumwolle Alltag. Nur Europas Verbraucher zeigen noch die rote Karte für die Heilsversprechen. Aber diese gallischen Dörfer werden auch noch gefügig gemacht. Ist das Bild richtig? Nein, es ist falsch gezeichnet.


Die Versprechen der Agrarkonzerne und ihrer politischen Lobby sind verführerisch, doch die versprochenen Wunder erweisen sich als gefährlich platzende Blasen. Mit der Verwendung von genmanipuliertem Saatgut können nur kurzfristig Ertragssteigerungen erzielt werden, und der Pestizideinsatz steigt mittelfristig sogar an. Das wichtigste Argument gegen Gentechnik ist aber der Rahmen. Dieser hat den Namen industrialisierte Landwirtschaft.

Die Dominanz und Abhängigkeit von immer weniger oligopolistischer Player, dem zunehmendem Einsatz von Agrargiften, da Monokulturen zunehmen und umgekehrt die Vielzahl an Sorten abnimmt, kennzeichnen die industriellen Anbausysteme, für die gentechnisch veränderte Pflanzen gemacht sind. Mögliche Gesundheitsgefahren sind nach wie vor nicht ausreichend untersucht und auch unter Wissenschaftlern umstritten. Die Resistenzbildung bei Unkräutern ist ein Phänomen, welches Bauern weltweit auf ihren Feldern sehen. Diese Entwicklung bedroht das Geschäft der Agro-Gentechnik. Bei den Bauern reichen die Ernteerträge nicht aus, um in den folgenden Jahren neue Samen bei Monsanto (jetzt bald Bayer) und Co zu kaufen, beziehungsweise die Anbaugebühren zu bezahlen. Dieses Risiko erscheint vielen Kleinbauern, trotz den schönen Bildern der Propagandakampagnen zunehmend als belastend.

Die Versprechungen von Saatgutunternehmen auf höhere Erträge, eine bessere Bekämpfung des weltweiten Hungers und den reduzierten Einsatz von Pestiziden haben sich nicht erfüllt, erklärt die Trägerin des alternativen Nobelpreises, Vandana Shiva immer wieder. Dagegen gibt es es immer mehr "Superunkräuter", denen mit den herkömmlichen Mitteln nicht beizukommen ist. Kleinbauern landen nicht nur in Indien in einer Teufelsspirale der Abhängigkeit und des finanziellen Ruins.

Auch bei dem Verbrauchen in Europa kommt die Propaganda nicht an. Genprodukte liegen wie Blei in den Regalen. Die Kennzeichnung schreckt ab. Ob Kühe und Hühner mit gentechnisch veränderten Futterpflanzen gefüttert wurden, erfahren Verbraucherinnen und Verbraucher aber auch weiterhin nicht. Die Arbeit öffentlichen Druck auszuüben geht nicht aus.

An dieser Stelle ist den vielen Basisaktivisten und den Netzwerken zu danken (vgl. Links), die immer wieder, wenn in Brüssel oder Berlin Entscheidungen anstehen sich phantasievoll zu Wort melden. Mal liegt ein Gentech-Flickenteppich vor dem Kanzleramt aus, mal tanzen Gen-Mais-Kostüme, mal fliegen Schmetterlinge vor einem Monsanto-Monster davon - solche Bilder prägen dann auch die Medienwelt.
Es geht aber nicht nur um Protest und Dagegenhalten, sondern auch um Alternativen für die Bauern und Verbraucher. Auch ein dieser Stelle ist immer wieder beispielsweise von der Stärkung lokaler Wertschöpfungsketten, die aber globale Zusammenhänge versteht, zu lesen.

www.gen-ethisches-netzwerk.de
www.meine-landwirtschaft.de
www.no-patents-on-seeds.org
www.saveourseeds.org

Georg Lutz hat Vandana Shiva im Rahmen eines Kongresses zum IWF- Weltbanktreffen in Berlin 1988 zum ersten Mal erleben dürfen.


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Dienstag, den 17.10.17 |

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