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Esse wild und schmackhaft - Fusion Food

Ein Trend erobert unsere Küchen und er heisst Fusion Food. Voraussetzungen sind unterschiedliche Lebenswelten und Esskulturen, die crossover und durchaus wild zusammengestellt werden. Kalifornien gilt - wie so häufig - als Ursprungsregion dieser Innovation.

Unsere Küche lebt vom Blick über den Tellerrand. Was wäre eine regionale Küche, die ihre Rezepte und Zutaten über Jahrzehnte nicht verändert? Sie wäre schlicht langweilig. Es gab solche Zeiten. In den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts standen üblicherweise auf dem Gewürzregal nur Pfeffer, Paprika und Salz in Deutschland. Heute haben wir von allen drei Gewürzgrundlagen nicht selten mehrere Varianten zur Verfügung. Damals bedeutet schon die Einführung einer Knoblauchzehe eine halbe Kulturrevolution und führte nicht selten zu Diskussionen und Generationskonflikten. Die Verführungskraft kulinarischer Angebote von italienischer, griechischer, türkischer, spanischer und portugiesischer "Gastarbeiter" setzte sich aber auf Dauer durch. Heute sind die Köstlichkeiten des Mittelmeers aus unseren Speiseplänen nicht mehr weg zu denken.


In den siebziger Jahren symbolisierte der Hawaii-Toast den kulinarischen Sehnsuchtsort. Auch wenn die Ananas nur aus der Dose stammte und verzuckert war, löste sie Traumbilder von blauem Meer, wehenden Palmen und blütenweissen Stränden aus. Dazu passten dann auch der deutsche Schinken und der Schmelzkäse. Das war eine erste Form der Crossover-Küche in unserem Lande.

Aktuell pilgern Geschäftsmenschen nach Silicon-Valley, um dort Inspirationen für ihr eingeschlafenes Business zu bekommen. Dort soll die umfassende Digitalisierung des Unternehmertums schon angekommen sein. Ob das Geschäftsmekka die Projektionen alle einlösen kann, wage ich zu bezweifeln. Allerdings kommt auch das kulinarisch innovative Stichwort Fusion Food aus Kalifornien. Sowohl gute Küche, wie auch neue technische Innovationen brauchen globale Inspirationen, wie die Luft zum Atmen. Das ist kein neues Phänomen. Schon in früheren Globalisierungswellen war, immer dort wo mehrere Kulturen zusammen kamen, die Küche gut bestückt. Nehmen wir nur die Inseln der Karibik. Die Garküchen an den Stränden lebten und leben von der Küche der Kolonialmacht, den kulinarischen Erinnerungen der Sklaven aus Afrika und indischen Händlern, die zu Handelszwecken kamen. Metropolen wie New York bieten ebenfalls spannende Lektionen für Fusion Food Varianten. Springen wir in die Praxis. Die Kombinationen sehen auf den ersten Blick gewagt aus, schmecken aber oft schlicht grossartig. So kommen zum Beispiel das indische Tandoori Chicken und die italienische Naan Pizza zusammen. Mango, Mozzarella, Minze und Jogurt treffen darüber aufeinander. Und schon sind unsere Sinne positiv überrascht.


Fusion Food gewinnt auch daher an Fahrt, da in den vielen Trucks mit ihren Streetfood-Snacks auch Fusion Food angesagt ist. Kennen Sie die niederländischen Poffertjes? Auf einer Gusseisenplatte mit kleinen Mulden kommt der flüssige Hefeteig zur Geltung. Traditionellerweise ist dies in Holland eine süsse Angelegenheit mit viel Butter und Puderzucker. Die indonesische Küche kann da helfen unseren Geschmacksknospen eine ganz andere Erfahrung zu bieten. Kleine Garnelen, Garnelenpaste (Trassi) Sambal Olek, Ingwer, Knoblauch und frischer Petersilie bringen den richtigen Drive in den Teig.

Multi- Kulti lebt! Und die Zutaten zu Fusion Food bekommen Sie hier bei amorebio.

Allerdings gibt es wie überall auch Schattenseiten dieser inspirierenden Form der Globalisierung. Inzwischen bekommen wir ganzjährig Trauben aus Indien, Erdbeeren aus Marokko und Himbeeren aus Südspanien verschönern schon im März unsere Teller. Sie sehen zwar gut aus, schmecken aber bescheiden. Die riesigen Plastiklandschaften mit ihrem immensen Wasserbedarf haben massive soziale und ökologische Auswirkungen. Frühere Kleinbauern arbeiten heute als Tagelöhnern zu Niedriglöhnen. Daher gilt auch hier, bei aller Freude zum guten Essen, die Beachtung von ökologischen und sozialen Regeln.

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Dienstag, den 18.04.17 |

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