Finde uns auf:

Twitter Facebook Pinterest
... der onlineshop für Naturkost

Frische, die ankommt!


Schön, dass Sie da sind! Zu Ihrem Shop, loggen Sie sich bitte ein. Neu bei uns? Starten Sie hier.

Warenkorb

Die beiden Seiten der süßen Versuchung Schokolade

Schokolade ist bei uns im Alltag fest integriert. Wenn in den Supermärkten die Schoko-Weihnachtsmänner aus den Regalen verschwunden sind, blickt uns am nächsten Tag schon der Osterhase aus Formschokolade herausfordernd von der Europalette aus an. Spätestens vor der Kasse sind wir von Schokoriegeln umlagert. Seit den Zeiten unserer Jugend hat sich daran nicht viel geändert: Mars, Snickers, Bounty und Twix, welches sich früher Raider nannte, erobern jede Generation neu.

Auch am Arbeitsplatz sind wir von Schokolade umgeben. Die süße Versuchung ist Nervennahrung. Vielleicht hat uns heute der Chef völlig ungerechtfertigt von der Seite angepflaumt und wir konnten nicht antworten und haben die Kritik trocken runterschlucken müssen. Was bringt hier Linderung? Eine Tafel ganze Schokolade! Sie ist Nervennahrung und hilft uns zu verdrängen. Die Gefährdung unserer Gesundheit durch den hemmungslosen Genuss der braunen Zuckerbomben tritt dabei in den Hintergrund und wird verdrängt.

Nun lassen sich die großen Anbieter immer etwas Neues einfallen, um dem schönen Schein zu gefallen. Die Webseite des Riegels Yogurette ist in zartrosa Töne gehüllt. Es wird eine "leichte" Schokolade suggeriert. Ferrero wirbt mit der jugendlichen Leichtigkeit. In der Realität besteht der Riegel aber überwiegend aus Zucker und enthält mehr Fett und Kalorien als übliche Vollmilch-Schokolade. Die glänzenden Erdbeeren, die auf der Verpackung prangen, gibt es in der Schokolade nur als Granulat. Und das besteht auch aus viel Zucker. Organisationen wie Foodwatch haben wir es zu verdanken, dass die Scheinargumente entlarvt werden.


Auch die Situation der Kakaobauern ist alles andere als angenehm. Der wichtigste Stoff für eine gute Schokolade ist Kakao und den Kakaobauern geht es immer schlechter. Warum, eigentlich der Umsatz muss doch steigen, wir essen doch immer mehr Schokolade? Ja, aber die Kakaobauern in Westafrika stehen immer mehr unter der Knute von großen Handelsplayern und Anbietern. Früher waren die Kakaobauern in Westafrika geachtete Bürgerinnen und Bürger. Heute sind sie oft Tagelöhner, die aus einer ökonomischen Zwangslage heraus oft sogar ihre Kinder bei der Arbeit einsetzen.

Auch die meisten Siegel ändern an dieser Situation wenig. Die Rainforest Alliance schaut in erster Linie auf ökologische Kriterien und das von der Industrie entwickelte UTZ Siegel interessiert fast nur die Produktivität der Bauern. Nur das Fairtrade-Siegel verspricht Garantiepreise für Bauern erreicht damit aber gerademal ein Prozent des Marktumsatzes in Deutschland. Da ist noch viel Luft nach oben.

Trotz dieser dunklen Seite der Schokolade, sollten wir uns den Genuss aber nicht verderben lassen. Wie beim Thema Fleisch gilt auch hier das Motto: Etwas weniger bringt mehr. Es folgen zwei subjektive Beispiele, die als Anregung für ein besseres Leben dienen können. Dabei kann uns gute Schokolade wirklich helfen.


Feine Bitterschokolade mit über 70 Prozent Kakaoanteil, beispielsweise von Vivani, mit einem guten trockenen Rotwein, kann einem Abend eine ganz spezielle zauberhafte Note verleihen.

Die österreichische Manufaktur Zotter hat in den letzten Jahren den Markt mit immer neuen Produkten durcheinander gewirbelt. Flotte Titel, cooles Design innovative Geschmackskombinationen prägen die Unternehmensphilosophie. Das lässt sich beispielsweise bei der Produktlinie Mitzi Blue genussvoll erleben.

Bald öffnet wieder die Leitmesse Biofach ihre Tore in Nürnberg. Wir von amorebo sind auch vor Ort und finden dann sicher auch noch viele spannende Schokoladevariationen, die wir dann bei uns anbieten können.

Ich wünsche viel Genuss bei Bioschokolade, die fair entstanden ist.

foodwatch.org
vivani
zotter
biofach

Georg Lutz ist Politologe und Redakteur und kenn die beiden Seiten der Schokolade - Schokolade als Stress- und Frustbewältiger und Schokolade als Genussmittel.



« Zurück zur Übersicht

Freitag, den 05.02.16 |

tags:

Kommentare (html o. links nicht erlaubt)

Datenschutz - AGB - Widerrufsformular