Finde uns auf:

Twitter Facebook Pinterest
... der onlineshop für Naturkost

Frische, die ankommt!


Schön, dass Sie da sind! Zu Ihrem Shop, loggen Sie sich bitte ein. Neu bei uns? Starten Sie hier.

Warenkorb

Bessere Zahlen und wachsende Herausforderungen - amorebio bei der BIOFACH 2015

Die Veranstalter der BIOFACH sind schlicht nur optimistisch. Über 44.000 Fachbesucher aus 136 Ländern reisten dieses Mal zum jährlichen Bio-Branchentreff nach Nürnberg - auch wir von amorebio. Das ist wieder ein Besucherplus von über fünf Prozent. Ein Messeveranstalter muss vermutlich so argumentieren.

Allerdings ist die Branche mehr als zerklüftet. Was verbindet einen Stand, der Demeter-Produkte anbietet mit einem Stand, an dem die Plastik- und Süssbombe Capri Sonne als Ökoprodukt angepriesen wird? Verdammt wenig. Es nützt aber wenig zu Jammern. Inzwischen hat jeder Supermarkt heute eine Bio- und oft auch eine Fair-Linie im Angebot. Die Gewinnmargen sind hier noch erträglich. Warum soll man das aus Geschäftsgründen nicht machen? Diese Entwicklung ist nicht neu. Der Bio-Markt nähert sich immer mehr dem konventionellen Markt an: Klassische Handelsstrukturen, Monokulturen, Skandale und die Anonymisierung der Produkte nehmen zu. Da ist es kein Wunder, dass die Verunsicherung von Kunden und Reputationsgefahren mit Händen zu greifen sind.

Bio ist nicht gleich Bio.


Bio ist nicht gleich Bio.


An diesem Punkt stellt sich die zentrale Frage, worin der Mehrwert, den Biopioniere wie amorebio zu bieten haben, besteht und sie auch zukunftsfähig macht. Wir setzen auf 100 Prozent Bio und betreiben nicht nur eine Bionische. Das reicht aber als Argument nicht aus, da die Gefahr droht von großen Strukturen und Marken erdrückt zu werden. Wir wollen nicht in eine vollständige Abhängigkeit von globalen Playern und Großanbietern geraten. Wie sehen hier mögliche Gegenstrategien aus? Es gilt mittelständische Strukturen, die im Rahmen der gesamten Wertschöpfungskette regionalen Kriterien mit berücksichtigen, zu unterstützen und mit ihnen Geschäfte zu machen. Nur dann bekommt eine Kernaussage des Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) an seiner Pressekonferenz an der BIOFACH Gewicht und Kontur. "Bio kann Verunsicherung auflösen und Vorteile der ökologischen Produktion für die Region darstellen."


Jetzt gibt es aber auch viele Produkte, die aus anderen Welten wie Peru oder Ghana kommen und die uns auch schmecken. Es sollte niemand auf eine leckere Cashewnuss-Knabberei verzichten müssen. Bei der BIOFACH gab es dazu an den Ständen aber oft nur Worthülsen zu hören. Es reicht nicht mit Stichworten wie "fair gehandelt" oder "Kleinbauern" um sich zu werfen. Arbeiten die Kleinbauern auf Plantagen? Wie sehen der Kontakt und die Auditierung genau aus? Nur wer hier transparente und klare Antworten geben kann, setzt der Verunsicherung der Kunden wirklich substanziell etwas entgegen. Hier müssen wir alle noch Hausaufgaben machen.


Es soll aber nicht bei diesem pädagogischen Schluss bleiben. Gelobt seien an dieser Stelle wieder die vielen Neueinsteiger in den Bio-Markt. Unter schwierigen Bedingungen, bringen Sie immer wieder neuen Wind in eingefahrenen Bahnen. Einige stellen wir sicher in den nächsten Monaten vor.
Und mit was entspannte man sich an der BIOFACH 2015? Mit einem grünen Saft. Grünkohl, Spinat Sellerie und Petersilie, zum Beispiel in Kombination mit Mango waren der Renner. "Green Juice" ist als Trendprodukt in den USA entstanden und dort in Kombination mit Yoga zu einem Statussymbol geworden. Jetzt können Sie sich nach so viel Kritik wieder wohler fühlen.

Georg Lutz ist Redakteur und Politologe. Er war zum fünften Mal bei der Biofach.

« Zurück zur Übersicht

Sonntag, den 01.03.15 |

tags:

Kommentare (html o. links nicht erlaubt)

Datenschutz - AGB - Widerrufsformular