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Rettet die etwas anderen Lebensmittel!

An dieser Stelle ist oft von Skandalen und Fehlentwicklungen die Rede. Wo bleibt das Positive, lauten oft die Reaktionen. In Zukunft präsentieren wir vermehrt Aktionen, die auch für amorebio Vorbildcharakter haben und von uns unterstützt werden.

Auch Bundestagsabgeordnete und Regierungsmitglieder haben einen stressigen Arbeitsalltag. Dabei fällt oft das Frühstück flach. Schnell eine Tasse Kaffee einwerfen, das muss reichen. Solch ein Verhalten ist ungesund, aber der nächste Termin ist ja schon in fünf Minuten. Diesen Umstand machten sich Aktivistinnen und Aktivisten von der Kampagne "Genießt uns" zunutze. Sie luden am Vormittag des 12.September zum Frühstück vor dem Berliner Bundestag ein. Es gab leckeres Obst, das etwas krumm aussah, süße Stücken und Laugenbrötchen vom Vortag und Müsliriegel bei denen die Umverpackungen beschädigt waren. Alle verlockenden Angebote wären im Normalfall in der großen Abfalltonne gelandet. Der traurige Hintergrund der Aktion ist schnell benannt: Allein in Deutschland werden pro Kopf und Jahr Lebensmittel im Wert von mehreren hundert Euros weggeworfen. Selbst im Bundestag hat man davon Kenntnis genommen. "Lebensmittelverluste reduzieren" (Deutscher Bundestag Drucksache 17/10987, 16. 10. 2012) heißt die parlamentarische Initiative, die interfraktionell unterstützt wird. Trotzdem schlummert sie in klassischen Archiven und Festplatten seit zwei Jahren tief und fest.

Politischer Druck kann auch Spaß machen: Das etwas andere Frühstück vor dem Bundestag.


Da muss politischer Druck her. Das Mittel dazu ist eine Aktionswoche. Zum Auftakt am 12. September, kamen ungewöhnliche viele Parlamentarier. Neben dem parlamentarischen Staatssekretär Ulrich Kelber (SPD), genossen zahlreiche Vertreter aus den Ausschüssen für Ernährung und Landwirtschaft sowie Recht und Verbraucherschutz das Frühstück. Unter ihnen auch Renate Künast und Bärbel Höhn (Die Grünen), Elvira Dobrinski-Weiß und Annette Sawade (SPD), Karin Binder (Die Linke) sowie Mechthild Heil (CDU). Wie bekommt man diese Parlamentarier zum selben Zeitpunkt zusammen? Neben der Lobbykraft von einigen großen beteiligten Organisationen wie dem WWF oder dem Bundesverband Deutsche Tafel braucht es das Engagement von Persönlichkeiten aus kleineren Organisationen.

Elisabeth Schmelzer - GreenFairPlanet e.V.


Der Verein GreenFairPlanet aus Minden mit der Aktivistin Elisabeth Schmelzer im medialen Rampenlicht ist solch ein positives Beispiel. Sie bringt nicht nur Bundestagsabgeordnete dazu sich an einem etwas anderen Frühstück zu beteiligen, sondern sammelt mit vielen Freiwilligen von Streuobstwiesen und privaten Gärten Obst, das von Eigentümern nicht mehr gebraucht wird. Daraus gibt es dann frische Marmelade. Das alleine reicht aber nicht, um in überregionalen Medien dauerhaft verankert zu sein. Verknüpft sind solche Aktionen mit sehr ungewöhnlichen Kombinationen. So veranstaltet GreenFairPlanet Schnippel-Partys mit Discomusik. Da wird nicht nur das etwas andere Gemüse geschnippelt und kulinarisch geschlemmt, sondern auch noch getanzt. Betriebswirtschaftlich gesprochen ist dies ein Alleinstellungsmerkmal mit Spaßfaktor. So bringt man im regionalen Raum das Thema auf die Agenda vieler Leute. Das ist im positiven Sinne Weltveränderung zum Anfassen.

Die Kernbotschaft "Einkaufen ist Politik, denn Verbraucher haben die Macht" von Elisabeth Schmelzer ist nicht nur Theorie, sondern gelebte Praxis. Das für die Schnippelpartys benötigte Brot, Obst und Gemüse wird am Vortag in einer Gemüse-Tour auf verschiedenen Höfen, in Bio-Bäckereien und Bioläden der Region eingesammelt.

Erntedanksuppe


Normalerweise könnte man meinen, das reicht an positiven Vorbildaktionen. Aber neben der nationalen und regionalen Ebene, gilt es die globale Ebene mit ins das Boot zu holen. Das ist im Agrarmarkt theoretisch eine Selbstverständlichkeit, in der Praxis sind aber viele Menschen und Aktivisten überfordert. Nicht nur auf der Webseite von GreenFairPlanet wird aber schnell klar, wie die Zusammenhänge aussehen und man sich daher auch gegen die geplanten Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada wehren muss.

Das sind Gründe genug, dass wir von amorebio die Kampagnen unterstützen. Regelmäßig bekommt GreenFairPlanet Lebensmittel, die bei uns nicht mehr in den Versand kommen, aber noch zu 100 Prozent ihre Qualität haben.

Inzwischen haben die Kampagnen um Lebensmittel zu retten auch die Welten von Social Media erreicht. Sharing heißt hier das zentrale Stichwort. Gleichzeitig zum Kampagnenbeginn von "Genießt uns" fand das internationale Foodsharing Treffen in Berlin statt. Foodsharing Fans, Foodsaver tauschten sich schon zum vierten Mal aus. Das verspricht einen positiven Blick in die Zukunft.

www.greenfairplanet.net
www.foodsharing.de

Georg Lutz ist Redaktor und Politologe aus Freiburg und hat vor zwei Jahren im Hinterhof eines Supermarktes jemand beim "Containern" beobachtet. Das anschließende Gespräch brachte ihn auf den praktischen Boden der Realität, dessen theoretischer Rahmen ihm bekannt war.


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Montag, den 06.10.14 |

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